Rock Hard Festival 2019

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Ein wirklich außergewöhnliches Festivalwochenende liegt hinter uns. In diesem Jahr haben wir uns das Rock Hard Festival einmal aus einer anderen Perspektive angesehen und mit vielen Bands, Veranstaltern und Fans auf dem Gelände in Gelsenkirchen gesprochen.

Bereits die Anreise gestaltete sich erstaunlich entspannt und die Parkplatzsituation vor Ort war auch ohne reservierte Fläche (diese sind meist jedes Jahr sehr sehr schnell vergriffen) sehr angenehm. Wir nutzen den Tagesparkplatz für 5,00 €. Zu Fuß sind es von hier 10-15 Minuten über den Campground zum Festivalgelände. Bereits auf dem Weg dorthin fällt die extrem angenehme Atmosphäre auf. Fans und Mitarbeiter harmornieren auf einer besonderen Ebene miteinander, der Umgangston ist freundlich und man fühlt sich sehr willkommen.

Dem Festivalgelände vorgeschalten ist ein riesiger Markt mit vielen Merchandising Händlern und Ausstellern, mittendrin ein Biergarten mit der zweiten Bühne, auf der dieses Wochenende DJ´s Klassiker aus der Heavy Metal Welt zum Besten geben. Hier lässt es sich aushalten.

Im Amphitheather selbst hat man durch den treppenartigen Abstieg von überall aus eine großartige Sicht. Die “Ränge” sind klassische Sitzplätze, während sich vor der Bühne eine ovalförmige Menschenmenge einfindet, um die Bands aus nächster Nähe zu feiern.

Am Freitag müssen wir die Schockrocker rund um Lizzy Borden und den Headliner Watain, die ein sehr starkes Bühnenbild abliefern deutlich hervorheben. Am Samstag ist das Highlight des Abends der erste Auftritt von Gamma Ray nach 3 Jahren im Ruhrpott. Noch lief mit beiden Sängern zwar nicht alles so rund, wie Kopf Kai Hansen das wahrscheinlich haben wollte, aber mit Frank Beck hat man sich wirklich einen großartigen Sängern ins Hamburger Boot geholt, der sicherlich die nächsten Jahre noch eine wichtige Rolle spielen wird. Während des Tages grüßt DIO mit einem doppelten Regenbogen über dem Amphittheater – ein toller Anblick. Für uns ebenfalls eine beeindruckende Show lieferten an dem Abend “Skid Row”. Die Jungs knallen eine Hymne nach der anderen ins Publikum und selbst Andy Brings springt bei “Youth gone Wild” mal eben auf die Bühne und singt den Refrain mit. Eine einzige große Party der amerikanischen Hard Rock Band. Am Sonntag wird von vielen Fans der Gig von den Durchstartern “Visigoth” erwartet. Die Jungs präsentieren sich erwartungsvoll frisch und haben das Publikum mit Ihren Power-Metal Hymnen erstaunlich gut im Griff. Danach erwartet uns die Überraschung des Festivals. “Long Distance Calling” aus Münster spielt knappe 60 Minuten ohne Gesang und haben die zahlreichen Fans von der ersten bis zur letzten Minute des Gigs im Griff. Es gibt Standing Ovations zum Abschluss – Wahnsinn! Heiß erwartet waren Possessed am Frühabend des Festivals und der heutige Co-Headliner. Ein abolsutes Death-Thrash-Metal Feuerwerk und eine beeindruckende Bühnenperformance des im Rollstuhl sitzenden Sängers.

Im Backstage / VIP Bereich treffen wir zusätzlich viele bekannte Gesichter und blendend aufgelegte und gut gelaunte Musiker. So macht das Netzwerken doch wirklich Spaß.

Das Metal Striker Fazit: Für knapp 100,00 € kann man hier drei Tage lang ein sehr spezielles aber auch sehr durchdachtes Line-up sehen.  Da reiht sich Black Metal an Death Metal Größen und Prog-Metal an Hard Rock. Die Wege sind extrem kurz, es werden maximal 7.500 Tickets verkauft und die Fans und Bands vor Ort sind extrem entspannt. Fazit der Metal Striker Redaktion: Wir kommen gerne wieder und freuen uns schon auf 2020.

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